
Best Practice: bluvero sichert Erfahrungswissen
bluvero entwickelt eine smarte Lösung für eines der aktuell größten Themen in Industrie, Handwerk und Produktion: die Sicherung von Erfahrungswissen. Mit einer ihrer entwickelten Plattform hilft das Startup dabei hilft das Startup Unternehmen dabei, Expert:innenwissen einfach zu erfassen, Prozesse zu dokumentieren und Einarbeitungszeiten zu verkürzen.

v.l.: Julian Becker, Marius Giese, Lara Nawrath. Copyright: bluvero
Gegründet wurde bluvero von Marius Giese, Lara Nawrath und Julian Becker. Kennengelernt hat sich das Team im Umfeld der FH Aachen. Was zunächst nebenbei in der Freizeit vorangetrieben wurde, bekam mit der Startup Transfer.NRW-Förderung deutlich mehr Raum: mehr Zeit für Produktentwicklung, Markttests und den Austausch mit potenziellen Kund:innen.
Genau in diese Phase fiel auch der digitalACCELERATOR Batch #2 und brachte frischen Wind und neue wertvolle Impulse für das Team.
Fokus finden zwischen vielen Ideen
Vor dem Programm stand bluvero vor einer Herausforderung, die viele junge Startups kennen: Es gab viele Ideen, viele Aufgaben und viele mögliche Richtungen. Die entscheidende Frage war daher: Was ist jetzt wirklich wichtig? Im Accelerator halfen Coaching, klare Aufgaben und regelmäßiges Feedback dabei, stärker zu priorisieren, dranzubleiben und kurzfristige Ziele verbindlicher zu verfolgen.
Auch die Teamentwicklung war ein wichtiger Schritt. Obwohl es keine akuten Teamprobleme gab, brachte das Coaching neue Perspektiven und eine klarere Rollenverteilung. Dadurch entstanden effizientere Prozesse und eine bessere Arbeitsweise im Team.
Best Practice: Lernen durch Pilotprojekte
Im vergangenen Jahr konnte bluvero mit fünf Unternehmen aktiv die App testen. Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur die technische Erprobung, sondern vor allem das Lernen: Wie funktioniert die Lösung im Unternehmensalltag? Welches Feedback geben Nutzer:innen? Welche Ideen entstehen in der Praxis? Und wie könnte eine spätere Implementierung konkret aussehen?
Einige Partnerschaften entstanden über das Netzwerk des digitalHUBs und durch Veranstaltungen. Weitere Kontakte kamen über Veranstaltungen der Zielgruppe selbst, etwa von HWK oder IHK, sowie durch klassische Kaltakquise zustande.
Diese Tests waren ein wichtiger Realitätscheck. Ende des vergangenen Jahres überarbeitete bluvero die Vorgehensweise innerhalb der App noch einmal grundlegend. Deshalb testet das Team aktuell erneut mit bestehenden und weiteren Unternehmen, um danach gezielter voranzukommen.

Copyright: bluvero
Ausblick: Von Pilotprojekten zu festen Kund:innen
Im vergangenen Jahr konnte bluvero mit fünf Unternehmen aktiv die App testen. Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur die technische Erprobung, sondern vor allem das Lernen: Wie funktioniert die Lösung im Unternehmensalltag? Welches Feedback geben Nutzer:innen? Welche Ideen entstehen in der Praxis? Und wie könnte eine spätere Implementierung konkret aussehen?

Copyright: bluvero
Für die kommenden Monate liegt der Fokus klar auf Pilotprojekten und Kundengewinnung. Erste Pilotprojekte sind bereits vertraglich geschlossen, gleichzeitig sucht bluvero noch zwei bis drei weitere passende Unternehmen. Seit einigen Wochen zählt auch das ENERGETICON in Alsdorf zu den Pilotprojekten. Das spannende daran? Es ist kein klassisches Unternehmen aus Handwerk oder Produktion, aber ein spannender Anwendungsfall mit vielen Einsatzmöglichkeiten. ENERGETICON ist ein Erlebnisort für alle Altersklassen, um die Energiewende in Ausstellungen und interaktiven Formaten besser zu verstehen.
Parallel arbeitet das Team an neuen Features, die die Lösung weiter verbessern und noch stärker an die Anforderungen aus der Praxis anpassen sollen.
bluvero zeigt damit, was eine starke Best Practice ausmacht: eine relevante Herausforderung erkennen, nah am Markt testen, Feedback ernst nehmen und das eigene Produkt konsequent weiterentwickeln. Aus einer Idee, die zunächst nebenbei entstand, wird Schritt für Schritt eine Lösung mit echtem Potenzial für Industrie, Handwerk und darüber hinaus. Und das Beste? Es ist eine Lösung, die wir aufgrund des gesellschaftlichen Wandels und der Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt aktuell mehr denn je brauchen.
